33 | Tipps für energetisch anstrengende Tage

33 | Tipps für energetisch anstrengende Tage

2560 1707 Clemens Pistauer

Quelle: pixabay

aktualisiert am 17.6.2020

 

„Die Weniger ist mehr-Tage“

Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie an einem Tag in der Früh aufstehen und sich alles – also die ganze Stimmung „in der Luft“ – sehr unruhig, anstrengend und flatterhaft anfühlt? An solchen Tagen habe ich oft das Gefühl bzw. spüre den Impuls, vieles zu tun und fast ein wenig getrieben zu sein. Es fühlt sich dann etwas zwanghaft an. Ich habe das Gefühl, dieses oder jenes gerade jetzt tun zu müssen, wie wenn jemand hinter mir stünde und mich antreiben würde.

Ich habe diese Tage für mich die „weniger ist mehr” Tage getauft. Warum? Ich bin nämlich darauf gekommen, dass es für mich sinnvoll ist, an solchen Tagen zu versuchen, eher ruhig und mit beiden Beinen am Boden zu bleiben und mich nicht allzu sehr von diesen Impulsen antreiben zu lassen. Also probiere ich, im Zweifelsfall, lieber etwas weniger zu machen, als zu viel. Auch scheint es mir, dass an solchen Tagen die Gedanken teilweise durch meinen Kopf rasen bzw. der Gedankenstrom auch stark fluktuiert – mal sehr schnell, dann wieder ruhig, dann wieder sehr schnell. Wenn ich es schaffe, dann versuche ich auch in dieser Situation mir vorzunehmen, möglichst eines nach dem anderen zu tun und mir vorher eine Reihenfolge festzulegen, also jetzt das, dann das nächste, und dann werden wir weitersehen.

Oft ist es an solchen Tagen auch so, dass diese starke Dynamik, die „in der Luft liegt“, einigermaßen anstrengend ist. Deshalb achte ich auch auf die Signale meines Körpers. Wenn ich in ihn hineinspüre, sagt er mir meistens ziemlich gut, wieviel an Ressourcen er hat. Natürlich – was zwingend und notwendig zu erledigen und zu machen ist, das ist zu machen. Aber manches lässt sich vielleicht ja auch verschieben. Das spürt jede und jeder von uns selbst am besten. Die Gefahr besteht an diesen unruhigen Tagen ein wenig darin, in zwanghafte Gewohnheiten und Denkmuster zu geraten, und sich von ihnen antreiben und unter Druck setzen zu lassen. Auch missverständliche Situationen bis hin zu einem Streit können in der Kommunikation mit anderen Menschen vorkommen.

Zwei Übungen zur Erdung

Zusätzlich dazu, an solchen Tagen etwas langsamer zu machen und nichts zu erzwingen gibt es einige sehr nützliche energetische Übungen, die ich auch immer wieder anwende und sehr hilfreich finde.

Wie schon oben erwähnt laufen an energetisch unruhigen Tagen die Gedanken manchmal wie aufgeschreckte Hasen durch meinen Verstand. Sobald ich mir dessen bewusst werde, hilft es mir mich zu Erden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

An die Füße denken

Einerseits denke ich an meine Füße. Ich versuche also, mit meiner Aufmerksamkeit in den Füßen zu sein. Das klingt jetzt zwar vielleicht etwas banal, ist aber sehr wirksam. Die Energie folgt nämlich der Aufmerksamkeit und geht nach unten, weg vom Kopf und den turbulenten Gedanken. Das können Sie immer wieder mal zwischendurch machen, wenn Sie das Gefühl haben, dass gewisse Gedanken Sie „belagern“ oder in Ihrem Kopf kreisen.

Denken Sie an ihre Füße. Stellen Sie sich vor, mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz den Raum Ihrer Füße auszufüllen und intensiv die Fußsohlen zu spüren, die den Boden berühren. Wenn Sie möchten, dann können Sie sich zusätzlich auch noch vorstellen, dass „energetische Wurzeln“ von Ihren Füßen aus in die Erde hinein wachsen und Sie mit ihrer Kraft und Energie verbinden. Das verstärkt noch den Effekt.

Die Energie nach unten streichen

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen Sie, wenn Sie die Energien vom Kopf nach unten streichen.

Das machen Sie so: Stellen Sie sich sich selbst ganz klein als Miniatur vor ihrem Körper vor, zum Beispiel auf Brusthöhe. Dann streichen Sie an Ihrem vorgestellten Körper mit den Händen vorne und hinten hinab bis zu den Füßen und streifen dort die Energie aus, wobei Sie sich vorstellen, dass diese sich dort auflöst. Das können Sie auch ein paar Mal wiederholen. Auch das erdet.

Ein schützendes Energiefeld errichten

Wenn Sie das Gefühl haben, von äußeren Einflüssen, seien dass nun Gedanken, Emotionen oder Energieströme unangenehm beeinflusst zu sein, dann können Sie mithilfe ihres Geistes ein schützendes kugelartiges oder eiförmiges Feld rund um ihren Körper errichten. Stellen Sie sich einfach ein solches Feld vor, z.B.: mit einem Radius zwischen einem und 3 m. Legen Sie mental fest, dass alle Einflüsse die Ihnen nicht gut tun, außen an dem Feld abprallen und nur förderliche Impulse herein gelassen werden.

Es kann sein, dass Sie diese Übung im Laufe eines turbulenten Tages immer wieder einmal wiederholen müssen. Gut hilft sie mir auch immer wieder, wenn ich mich in großen Menschenmengen bewege, z.B.: in einer Einkaufsstraße. Sie können diesem kugeligen bzw. eiförmigen Feld auch eine Farbe geben, die Sie als angenehm, schützend und stärkend für sich empfinden.

Hier und Jetzt

Während ich also mit Hilfe dieser Übungen möglichst gelassen durch den Tag gehe, versuche ich, so gut ich kann ganz bei dem zu sein, was ich tue. Dieses „Im Hier und Jetzt Sein“ hilft auch dabei, die alten Muster und Denkgewohnheiten los zulassen – man könnte auch sagen quasi am Wegesrand zurückzulassen. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Mit der Übung wird es von Mal zu Mal immer besser. Auch ein Lächeln hilft an solchen Tagen und der innere Vorsatz, die Dinge nicht zu ernst zu nehmen.

Und zum Glück kommen nach solchen unruhigen Tagen ja auch wieder andere, an denen alles flüssig, locker und „wie geschmiert“ läuft. An diesen lassen sich auch sehr schwierige Projekte umsetzen, herausfordernde Gespräche führen und verfahrene Situationen harmonisch lösen. Das ist das Wunder des Lebens – es lebe hoch! 

Welche Strategien haben Sie im Umgang mit energetisch herausfordernden Tagen?

Ihre Erfahrungen interessieren mich. Natürlich interessiert es mich auch, ob Sie die oben genannten Übungen nützlich finden.

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