38 | Möge es uns allen wohlergehen

38 | Möge es uns allen wohlergehen

2560 1440 Clemens Pistauer

Quelle: pixabay

Trennung und Verbundenheit

Wie geht es Ihnen? Ich hoffe, Sie sind gesund und guter Dinge!

Die letzten Monate waren für viele von uns herausfordernd. Für manche mehr, für manche vielleicht weniger. Ich persönlich hatte zum Glück einiges an Zeit, über manche Dinge des Lebens nachzudenken und zu reflektieren. Schon seit einigen Jahren beschäftigt mich das Thema des Wohlergehens – nicht nur meines eigenen Wohlergehens, sondern des Wohlergehens aller Lebewesen.

Es ist natürlich und wichtig, darauf zu achten, dass es einem selbst gut geht. Allerdings scheint es mir unerlässlich, auch das Wohlergehen aller anderen Lebewesen im Blick zu haben, damit es uns selbst auf Dauer gut gehen kann. Mir ist immer mehr zu Bewusstsein gekommen, wie sehr wir in ein „Großes Ganzes“ eingebettet sind, in welchem alle Lebewesen auf den verschiedenen Ebenen mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Die Trennung – wenn man sie so nennen kann- , also dass wir beispielsweise einen Körper haben, der physisch von seiner Umgebung getrennt ist, ist in gewisser Hinsicht natürlich real, aber insgesamt gesehen glaube ich eine „optische Täuschung“. 

Einen Hinweis darauf, dass Alles mit Allem verbunden sein könnte, gibt uns die Tatsache, dass wir zur Aufrechterhaltung unserer körperlichen Lebensfunktionen Luft zum Atmen und Nahrung brauchen. Sobald Luft und Nahrung ausbleiben, stirbt unser Körper ziemlich schnell. Auch auf der Ebene unserer Gefühle und Gedanken (Stichwort Telepathie) sind wir mit anderen Lebewesen verbunden, und zwar meiner Ansicht nach in weit größerem Maß, als uns das bisher bewusst war. Trennung und Verbundenheit bestehen in gewisser Hinsicht nebeneinander, je nach der Bewusstseinsebene, die wir betrachten und auf die wir uns einschwingen.

In der „Gleichzeitigkeit“ von Trennung und Verbundenheit liegt im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden auch ein wenig die Schwierigkeit. Denn, in gewissem Rahmen ist es bei einem Biotop, wie dem Planeten Erde unausweichlich, dass Lebewesen anderen Lebewesen „schaden“. Nämlich nicht zuletzt dadurch, dass sie einander wechselseitig als Nahrung dienen. Das dürfte aber wohl vom „Großen Leben“ – also der kosmischen Intelligenz – welche unser Universum hervorgebracht hat, wohl auch so eingeplant worden sein. Der springende Punkt liegt meiner Ansicht nach darin, zu schauen, wo wir Spielräume haben, anderen Lebewesen Leid zu ersparen und wo hier das richtige Mittelmaß ist.

Ein Beispiel: Ich kann bei meiner Ernährung sagen, ich esse nur pflanzliche Nahrungsmittel. Oder ich sage, ich esse pflanzliche und tierische Nahrungsmittel, aber weder Fleisch noch Fisch. Ich esse also die Produkte, wie zum Beispiel Eier und Käse, die von einem Tier erlangt werden können, ohne das Tier zu töten. Dann könnte ich natürlich auch sagen, ich esse zwar auch Fleisch und Fisch, aber nur selten und nur von Tieren, bei denen ich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass sie ein gutes und schönes Leben hatten. Zu guter Letzt könnte ich auch sagen, ich esse alles und mache hier keine konkrete Unterscheidung.
Diesen Spielraum habe ich – diesen Spielraum haben wir, zumindest hier, heutzutage in Westeuropa. Ich persönlich esse beispielsweise Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte, aber Fleisch und Fisch nicht sehr oft und ich versuche auch Fleisch und Fisch aus Quellen zu essen, bei denen ich davon ausgehen kann, dass das betreffende Tier ein artgerechtes Leben hatte. Das ist mein persönlicher Kompromiss. Ich habe nämlich festgestellt, dass tierische Produkte meinem Körper in bestimmtem Ausmaß gut tun. Ich denke, diese Wahl kann und muss jede und jeder von uns individuell treffen und hier gibt es auch nicht nur eine einzige „Patentlösung“. Jeder Mensch ist anders und hat eine andere körperliche Konstitution. Person A könnten tierische Produkte gut tun, wobei vielleicht Person B diese überhaupt nicht benötigt, um gesund und glücklich zu sein. Es gibt ja heutzutage auch bei der veganen Ernährung schon so viele Möglichkeiten und sehr gute Produkte, die eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglichen.

Wenn ich Fleisch gegessen habe bedanke ich mich gedanklich bei dem Tier dafür. Es bringt ja ein Opfer für mich.
Denn wer sagt denn, dass nur die Menschen das Recht haben, dass es Ihnen gut geht? Ich denke, dass jedes Lebewesen dieses Recht haben sollte. Viele Dinge sind eine Frage der Perspektive und des Blickwinkels.

Gibt es Riesen auf der Erde?

Was ich damit meine, ist folgendes: Wenn ich Ihnen jetzt die Frage stellen würde: „Gibt es Riesen auf der Erde?” Was würden Sie mir dann antworten? Vielleicht würden Sie sagen: „Ja, Riesen gibt es schon, aber nur im Märchen“. Ja, das ist natürlich eine zulässige Antwort. Ich könnte Ihnen dagegen guten Gewissens sagen, dass es tatsächlich Riesen auf der Erde gibt. Es kommt nur auf den Blickwinkel an. Aus Sicht einer Katze sind beispielsweise alle Menschen Riesen. Das ist mir neulich in den Sinn gekommen, als ich unsere Katze gestreichelt habe und beobachtete, wie sie zu mir hinauf schaute. Ihr Kopf ist auf der Höhe meines Unterschenkels und sie muss schon ziemlich weit nach oben schauen, um mein Gesicht zu sehen. Das hat mich an die alten Hollywood – Filme von Sindbad dem Seefahrer oder Aladin und seiner Wunderlampe erinnert. Dort kommen auch Riesen, Flaschengeister und Zyklopen vor, und die Helden der Geschichten reichen Ihnen auch nur so knapp über den Fuß. Aus Sicht einer Ameise wiederum ist eine Katze ein riesiges Tier. Und so geht es weiter…

Ein junger Mann steht vor einem Busch. Er ist von schräg unten her fotografiert, quasi aus dem Blickwinkel einer Katze.
Eine junge Mann steht in einem Garten. Das Bild ist von schräg unten aufgenommen, z.B.: aus dem Blickwinkel einer Katze. Foto: Clemens Pistauer

Es ist alles eine Frage der Perspektive! Ich glaube, dass es uns als Menschen mit unter sehr gut tun würde, einmal den Blickwinkel zu ändern und uns in die Lage anderer Lebewesen zu versetzen. Das würde unser Verständnis für sie möglicherweise ziemlich erweitern. Tenzin Gayatso, der 14. Dalai Lama beschäftigt sich übrigens unter anderem viel mit dem Thema Mitgefühl für andere Lebewesen. Seine Ansichten dazu finde ich sehr bemerkenswert. Im Blog Artikel 34 | „The Wisdom of Compassion“ – Buchtipp können Sie mehr zu seinen Ansichten nachlesen.

 

Wohlbefinden und Wahrnehmung

Wie ich vielleicht schon an anderer Stelle erwähnt habe, bin ich relativ feinfühlig. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil liegt darin, dass ich ein relativ gutes Gespür für Situationen habe und dadurch auch in der Lage bin, meine energetische Arbeit auf eine intuitive Weise zu machen. Eine Herausforderung durch diese große Feinfühligkeit besteht allerdings darin, dass ich sehr viel von den Dingen wahrnehme, die sich in meinem näheren und weiteren Umfeld ereignen. Ich fühle mich manchmal zum Beispiel beunruhigt oder nervös und weiß aber, dass es nicht unmittelbar mit mir zu tun hat. Ich denke, dass ich auf gewisse Art und Weise wahrnehme, wie sich die Lebewesen rund um mich fühlen.
Speziell seit Beginn der Corona-Situation nehme ich oft schon in der Früh beim Aufstehen eine sehr große Unruhe wahr. Das hatte ich zwar früher auch schon immer wieder, aber in den letzten Monaten war es besonders gehäuft. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten und Techniken, sich bis zu einem gewissen Grad von solchen Einflüssen abzugrenzen. Eine Möglichkeit besteht darin, sich bewusst zu machen, dass der Einfluss von „außen“ kommt und nicht unmittelbar mit meiner derzeitigen Situation im Zusammenhang steht. Allein dieses Bewusstsein schafft dann eine gewisse Distanz zwischen mir und dem unangenehmen Gefühl. Die Folge ist eine Beruhigung und geistige Entspannung, jedenfalls meistens. Zusätzlich kann ich mir vorstellen, dass sich ein energetisches Schutzfeld rund um meinen Körper befindet. Dieses Feld lässt nur Impulse herein die meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist gut tun. Alle anderen Impulse dürfen draußen bleiben. Das funktioniert manchmal sehr gut, manchmal weniger gut – je nach Situation. Warum ich jetzt so weit aushole: Für mich persönlich hat das Wohlbefinden aller Menschen/Lebewesen einen unmittelbaren Einfluss auf mein eigenes Wohlbefinden. Oder anders gesagt: Je wohler sich die Lebewesen in meiner Umgebung fühlen, desto wohler fühle auch ich mich. Deshalb liegt es für mich in meinem ganz persönlichen Interesse, das Wohlbefinden anderer Menschen und Lebewesen im Allgemeinen zu fördern. Wenn sie sich wohl fühlen, dann wirkt sich das auch positiv auf mich aus. Somit kommt meine Tätigkeit als Energetiker indirekt auch gleich mir selbst zu Gute.

So, jetzt habe ich lange genug geredet.  Machen Sie`s gut und lassen Sie es sich wohl ergehen!

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