40 | Über die Zukunft – 1

40 | Über die Zukunft – 1

2560 1707 Clemens Pistauer

Quelle: pixabay

Wie schon an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt, möchte ich zu Beginn dieses Artikels darauf hinweisen, dass das darin Gesagte meine ganz persönliche Meinung ist. Ich erhebe nicht den Anspruch, damit “recht zu haben”. Vielmehr möchte ich einige Dinge “in die Diskussion werfen”, so, wie man einen Stein in ein stilles Gewässer wirft. Mögen Sie sich an den Wellen erfreuen und sich Ihre eigene Meinung dazu bilden!

Also dann: Heute einmal ein Artikel über die Zukunft. Also, hiermit kann ich Ihnen sagen, so wird es werden: es wird… – Nein, stopp! Ich werde hier jetzt nicht beginnen, die Zukunft vorherzusagen. Vielmehr bin ich nämlich der Ansicht, dass dies extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist. Ich möchte mich hier dem Thema Zukunft aus einem spirituellen Blickwinkel annähern.

Die erste sehr interessante Frage, die man sich stellen kann, ist: Warum wollen wir Menschen eigentlich wissen, wie die Zukunft wird? Da gibt es sicher einige gute Gründe. Wenn wir wissen, wie die Zukunft wird, dann können wir uns darauf einstellen. Wir können uns vorbereiten. Denn, was für uns als Menschen oftmals sehr schwierig ist, das ist der Umgang mit unerwarteten Situationen und Ereignissen. Und jetzt nehme ich ein bisschen zurück, was ich oben gesagt habe, nämlich, dass man die Zukunft wohl nicht vorhersehen kann. In gewisser Weise kann man sehr wohl mit Hilfe der Intuition, also unserer inneren Stimme, manche Dinge oder Tendenzen schon im Voraus erspüren. Ich übe mich beispielsweise schon seit einigen Jahren darin, beim Planen von Terminen im Vorhinein einen günstigen Zeitpunkt für den jeweiligen Termin zu erspüren. Mit der Zeit bin ich dann darauf gekommen, dass manche Tage sich im Voraus günstiger anspüren für eine gewisse Unternehmung, ein Treffen oder einen beruflichen Termin, als andere. Natürlich versuche ich dann auch immer, im Nachhinein zu überprüfen, ob meine Wahrnehmung richtig war. Ich gehe das sehr wissenschaftlich an und meistens stimmt meine Wahrnehmung auch. Natürlich muss ich mich immer „an der Nase nehmen“ und aufpassen, dass ich mir die Realität nachher nicht ein wenig zurechtbiege, so nach dem Motto: Ja, so und so ist es jetzt, und ich habe es vorher schon gespürt. Wie gut bin ich doch! Nein, so geht das natürlich nicht. Man muss hier wirklich ganz ehrlich zu sich selbst sein – und manchmal stellt sich im Nachhinein heraus, dass mein Gespür nicht zutreffend war. Das ist für mich dann immer ein Ansporn, mit der Schulung meiner intuitiven Wahrnehmung noch ein bisschen weiter zu kommen.

Das ist eine Frage der Übung, wie bei jeder Disziplin.

 

Die Zukunft beginnt in der Gegenwart

Abgesehen davon, dass ich versuche, energetische Tendenzen im Vorhinein zu erspüren, was letztendlich nur dazu dient, den für mich und alle anderen Beteiligten effizientesten und positivsten Weg zu nehmen, versuche ich eher weniger, mir Gedanken über die Zukunft zu machen. Denn im Grunde ist es doch auch so: Die Zukunft beginnt immer in der Gegenwart. Und wenn ich jetzt – in der Gegenwart – zum Beispiel entspannt und gelassen bin und in mir Ruhe, dann besteht eine relativ gute Wahrscheinlichkeit, dass ich mit den Dingen, die auf mich zukommen, auf angemessene und konstruktive Weise umgehen kann. Bin ich hingegen jetzt gestresst, fühle mich getrieben und bin fast schon außer mir, dann könnte es sein, dass zumindest die nächste Zukunft auch eher stressiger wird. Was ich damit sagen will: Ich denke, wir haben selbst immer, mal mehr – mal weniger, einen gewissen Einfluss darauf, wie sich die Zukunft entwickelt. Meiner Ansicht nach haben wir einen freien Willen und die Zukunft ergibt sich mit aus den Entscheidungen, die wir jetzt – in der Gegenwart – treffen.

 

Freier Wille – Ja, aber…

So, jetzt kommt schon wieder ein Disclaimer: Ich denke, wir haben zwar einen freien Willen, aber dennoch sind möglicherweise gewisse Ereignisse in unserem Leben schon mehr oder weniger vorherbestimmt. Zu dieser Ansicht bin ich unter anderem durch die Lektüre der Bücher von Doktor Michael Newton, „Die Reisen der Seele“ und „Die Abenteuer der Seelen“ gekommen. Über diese Bücher habe ich im Blog Artikel Nr. 14 bereits geschrieben, und Sie können dazu dort Näheres nachlesen. Doktor Newton hat in seiner Arbeit als Hypnotherapeut systematisch mit seinen KlientInnen die geistige Welt erforscht, also den Bereich, aus dem wir als Seelen (vermutlich) kommen, bevor wir auf der Erde in einem Körper geboren werden und wohin wir auch wieder zurückgehen, wenn unsere Seele unseren Körper verlässt. Bevor wir auf die Erde kommen, können wir uns – glaubt man den Forschungen von Doktor Newton – das Szenario eines neuen Lebens und einen neuen Körper aussuchen. Wir bekommen dabei einige Varianten zur Auswahl, die zu dem passen, was wir uns für dieses Leben vorgenommen haben. So ähnlich wie in einem 360° – Kino“ können wir dann auch eine Vorschau auf gewisse Schlüsselereignisse eines zukünftigen Lebens bekommen. Es gibt im Rahmen dieser Vorbereitung auch eine Besprechung mit den anderen HauptdarstellerInnen des neuen „Lebensdramas“. Wir können uns während dieser Besprechung gewisse Schlüsselszenen einprägen damit wir sie, wenn wir dann in dem neuen Leben sind, wiedererkennen und wissen, dass es jetzt wichtig ist, und wir achtsam sein müssen, damit wir die richtige „Abzweigung“ nehmen. Das sind diese entscheidenden Wendungen oder Meilensteine in unserem Leben, von denen ich oben gesprochen habe. Sie sind in gewisser Weise, natürlich auch mit Wahrscheinlichkeiten und Alternativen, vorherbestimmt. In den Bereichen zwischen diesen Ereignissen können wir aber sehr viel sehr frei entscheiden. Der freie Wille wird auch durch die vorherige Festlegung dieser Schlüsselereignisse meiner Meinung nach nicht eingeschränkt, da wir uns ja im Vorhinein bereits freiwillig für dieses Leben entschieden haben. Auch während unseres aktuellen Lebens haben wir stets die Möglichkeit, Entscheidungen so oder so zu treffen– eingebettet in den bereits vorher festgelegten Rahmen. Dadurch, dass wir, wenn wir dann tatsächlich hier auf der Erde geboren werden, großteils die Erinnerung– an diese punktuelle „Vorschau“ auf seelischer Ebene verlieren, bleibt das Leben für uns hier jedenfalls interessant, spannend und aufregend – manchmal vielleicht etwas mehr, als uns lieb ist.

Ich denke wirklich, dass unser Leben hier auf der Erde sehr viel mit einem Schauspiel zu tun hat. Unsere Seelen machen Erfahrungen, als ob sie als Schauspieler in einem Stück mitspielen. Wie ich aus eigener Erfahrung als Laienschauspieler weiß, geht es in einem Theaterstück manchmal sehr ernst und teilweise auch richtig brutal zu, aber zum Glück können wir dann, wenn das Stück zu Ende ist, mit unseren Schauspieler-Kollegen etwas trinken gehen, und die einzelnen Szenen und unsere Rollen darin besprechen, darüber lachen und uns austauschen. So ähnlich geht es uns– denke ich – auch, wenn wir als Seelen nach einem Leben hier auf der Erde wieder in die geistige Welt zurückkehren. Wir haben dort die Möglichkeit, gemeinsam mit unserem Geistführer bzw. unserer Geistführerin* das soeben beendete Leben nachzubesprechen und Lehren daraus zu ziehen.

Wie sehen Sie das? Sind Sie auch der Ansicht, dass manche Ereignisse in unserem Leben möglicherweise schon „auf dem Planstanden“? Ihre Meinung interessiert mich! Wenn Sie möchten, dann hinterlassen Sie sehr gerne unten einen Kommentar.

Da mir zum Thema Zukunft noch einige andere Dinge durch den Kopf gegangen sind, dieser Artikel aber schon etwas lang geworden ist, gibt es noch einen zweiten Teil (41 | Über die Zukunft 2). Dort können Sie lesen, was die Zukunft möglicherweise mit einem Webstoff zu tun haben könnte und was der Philosoph Diogenes von Wahrsagern hielt.

* Geistführer, sind nach den Forschungen von Dr. Newton, Seelen, die schon weiter entwickelt sind als wir und uns hilfreich zur Seite stehen. Man könnte zu Ihnen auch „Tutoren“ oder „Buddies“ sagen.

Hinweis zu Kommentaren

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